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21 Jul 2022
21 Jul 2022

Aufbau einer Organisation für Innovation

Technologischer Fortschritt und Innovation gehören bei Punch Powertrain zum täglichen Leben. Seine Erfindungen und Patente sind wichtige Unterscheidungsmerkmale gegenüber den Kunden und die Krönung seiner Forschungs- und Entwicklungsbemühungen. In den letzten Jahren hat das Unternehmen ein Umfeld geschaffen und gepflegt, das Innovationen fördert. Pascal Van Troost, Global Intellectual Property Leader bei Punch Powertrain, erklärt, wie das Unternehmen dies erreicht, vom Austausch von Fachwissen bis hin zu Erfinderabenden.

Eine der weltweit gefeierten Erfindungen von Punch Powertrain ist das Doppelkupplungsgetriebe in seiner einzigartigen Form. Doppelkupplungsgetriebe sind nicht neu - sie gehören schon seit Jahrzehnten zum Technologieportfolio vieler etablierter Unternehmen. Doch Punch Powertrain ist es gelungen, einen revolutionär neuen Ansatz zu bieten.

Die Punch-Ingenieure verbanden ein Planetengetriebe mit einer der Kupplungen, was zu einer mechanischen "Voruntersetzung" vor den bestehenden Übersetzungen im Getriebe führt. Dadurch wird das System kompakter, leichter und benötigt weniger Gänge. Dieses gesamte System, das als DT1 und DT2 bezeichnet wird, umfasst insgesamt x Patente.

Ein Unternehmen wie Punch Powertrain ist sehr stark auf Innovation angewiesen. Sein Vorsprung auf dem Markt beruht auf seinem technologischen Know-how, das einen wichtigen Schwerpunkt für das gesamte Unternehmen darstellt.

Ausbildung und Vergütung

Das bedeutet, dass Punch Powertrain viel investiert, um das Unternehmen zu einem Umfeld zu machen, in dem Innovation gefördert und geschützt wird, und zwar durch mehrere Ansätze. "Ein Ansatz ist die Schulung unserer Mitarbeiter", sagt Van Troost. " Wir wollen ihnen bewusst machen, was geistiges Eigentum ist und wie man sein eigenes Produkt aus diesem Blickwinkel betrachten kann. Wir haben viele Ingenieure in unserem Unternehmen, und ihre Hauptaufgabe ist es Probleme zu lösen. Jedes dieser gelösten Probleme ist eine potenzielle Erfindung und sogar ein Patent. Aber sie betrachten ihre Arbeit nicht immer auf diese Weise."[OF1] 

Außerdem schafft das Unternehmen Anreize für den Erfindergeist. "Vor ein paar Jahren haben wir ein Programm zur Vergütung und Anerkennung von Erfindern eingeführt", sagt Van Troost. "Im Wesentlichen belohnen wir Erfinder. Wenn man ein Patent anmeldet, wird man dafür belohnt. Darüber hinaus veranstalten wir jedes Jahr ein Erfinderdinner, bei dem sie im Mittelpunkt stehen."

Integration verschiedener Kompetenzen in agilen Teams

Was Punch Powertrain als Innovationskraft auszeichnet, sind nicht nur die Strategien. Verteilt auf verschiedene Standorte verfügt das Unternehmen über ein umfassendes Fachwissen über verschiedene Getriebe-/Antriebssubsysteme sowie über verschiedene Schritte im Entwicklungsprozess. Die nahtlose Integration dieses Wissens und dieser Kapazitäten ermöglicht es dem Unternehmen, eine hochentwickelte Systemoptimierung zu erreichen und gleichzeitig Entwicklungszeit und -kosten zu reduzieren.  

Die Punch Powertrain-Niederlassung in Frankreich verfügt beispielsweise über ein umfassendes Fachwissen über Wechselrichter und arbeitet mit der Formel 1 und E an diesem Thema. Sie stellen auch ihre eigenen hochmodernen Prüfstände her. Sie arbeiten bei Projekten oft mit anderen Standorten zusammen, wie z. B. mit dem Standort in Eindhoven, der über fundierte Kenntnisse im Bereich DCT-Getriebe verfügt, um das Fachwissen zu bündeln und eine optimierte Hybrid-DCT-Lösung anzubieten.

"Teams an verschiedenen Standorten und mit unterschiedlichen Fachgebieten arbeiten intensiv zusammen", sagt Van Troost. "Wissen wird kontinuierlich weitergegeben. Unsere Abläufe sind sehr integriert, was die Innovation fördert." An allen Standorten werden dieselbe Software und dieselben Prozesse eingesetzt, während sich die Teams oft aus Experten verschiedener Standorte zusammensetzen. Dadurch wird sichergestellt, dass jedes Team und jedes Projekt von fundiertem Fachwissen über jedes Teilsystem profitiert, während gleichzeitig in einer flachen und agilen Organisationsstruktur gearbeitet wird.

"Der gesamte Entwicklungszyklus findet innerhalb des Unternehmens statt, von den ersten Entwurfsphasen bis zum After-Sales", schließt Van Troost. "Durch die Kombination von umfassendem Fachwissen über alle Teilsysteme, wie z. B. Design, aber auch Prüfung und Produktion, können wir unseren Kunden eine vollständig optimierte Lösung mit großer Flexibilität für ihre spezifischen Bedürfnisse anbieten."